Bei der deutschen Auto Union handelte es sich um einen im Sommer des Jahres 1932 gegründeten Zusammenschluss mehrerer Automobilhersteller. Ende der 1920er Jahre waren einige deutsche Hersteller, darunter die vorwiegend auf Motorräder spezialisierte Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG, kurz DKW, aber auch Unternehmen wie
Audi und
Horch in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auf Initiative der sächsischen Staatsbank und mit maßgeblicher Unterstützung des dänischen Industriellen Jørgen Skafte Rasmussen wurde schließlich beschlossen, zur Rettung der genannten Unternehmen rückwirkend zum 1. November 1931 einen Automobil-Dachverband zu gründen. Sitz der Auto Union AG, zu der als viertes Mitglied die Automobil-Sparte der Wanderer-Werke AG hinzukam, bildete zunächst das sächsische Zschopau, ab 1936 dann die Stadt Chemnitz. Das Unternehmen mit den charakteristischen vier Ringen, dessen Aktienmehrheit die sächsische Staatsbank hielt, erzielte schon in den frühen 1930er Jahren beträchtliche Absatzerfolge. Den größten Umsatz innerhalb des Verbundes erwirtschaftete DKW, zwischenzeitlich der weltweit größte Produzent von Motorrädern. Erfolge erzielte die Auto Union AG ferner im Bereich des Motor- und Rennsports: Insbesondere die Grand-Prix-Rennwagen ab Mitte der 1930er Jahre galten als hochinnovativ und technisch einzigartig. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Produktionsstätten der Auto Union AG in der besetzen Ostzone stillgelegt – später sollten die einzelnen Werke als Volkseigene Betriebe die Herstellung von Kraftfahrzeugen fortsetzen. In Westdeutschland wurde die Auto Union GmbH in Ingolstadt neu gegründet und stieg mit der Marke DKW wieder erfolgreich in die Produktion von Nutzfahrzeugen, Personenkraftwagen und Motorrädern ein. Ende der 1950er Jahren übernahm Daimler-Benz die Mehrheit des Aktienkapitals, Mitte der 1960er Jahre erwarb dann die Volkswagen AG die gesamten Anteile.