Eine der interessantesten Gründungsgeschichten der Automobilwelt hat sicherlich der deutsche Hersteller Audi aufzuweisen. Daran maßgeblich beteiligt war genau jener Maschinenbauingenieur, der 1899 schon das Unternehmen „Horch & Cie“ ins Leben gerufen hatte. Nachdem nämlich August
Horch nach schweren Zerwürfnissen mit dem Vorstand die damalige Aktiengesellschaft der sächsischen Firma verlassen hatte, begründete er ganz in der Nähe schlichtweg ein neues Unternehmen. Einzig mit dem Namen der „August
Horch Automobilwerke GmbH“ stieß der findige Ingenieur auf wenig Gegenliebe – eine Alternative musste her. Diese Umstände führten letztlich zu einem witzigen Wortspiel und zur Umbenennung in „Audi Automobilwerke GmbH Zwickau“, des lateinischen Äquivalents zum Imperativ der Firma
Horch. Schon 1910 verließ das erste Automobil die Produktionshallen. Und es sollten viele weitere folgen, wenngleich auch ab 1928 unter Federführung der
DKW, vier Jahre später dann als integraler Bestandteil der
Auto Union. Die Geschichte von Audi blieb spannend: In den Nachkriegsjahren aufgelöst, wurde am Standort in Zwickau der AWZ P70 produziert, später – nach Vereinigung mit dem ehemaligen Werk der Firma
Horch – der Trabant. In den westdeutschen Standorten erfolgte die Neugründung der
Auto Union GmbH, Mitte der 1960er Jahre verließ dann das erste Audi-Modell die Werkhallen. Nach der Fusion mit
NSU wurde der Sitz der „Audi
NSU Auto Union AG“ zunächst nach Neckarsulm verlegt, schließlich siedelte man nach Ingolstadt über. Heute gehört die Marke Audi, deren Modelle auf sportliche Dynamik und leistungsstarke Technik ausgerichtet sind, zum Volkswagen-Konzern.
Näheres zu Audi findest du unter
Audi.