Richard Bruhn war ein bekannter deutscher Unternehmer. Geboren 1886 in Schleswig-Holstein, machte Bruhn zunächst eine Lehre als Elektriker, später wurde er dann kaufmännischer Angestellter für die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) im Norden Deutschlands. Später studierte und promovierte Bruhn im Studiengang Ökonomie. Ab 1930 engagierte er sich als Mitglied der sächsischen Staatsbank im Vorstand der Zschopauer Motorenwerke J.S. Rasmussen AG, kurz
DKW. Maßgeblich beteiligt war Bruhn auch, als im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten vieler deutscher Hersteller zum Ende der 1920er Jahre schließlich die Gründung der
Auto Union AG vorgenommen wurde, eine Art automobiler Dachverband. Zwischenzeitlich übernahm Bruhn den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Auch an der Gründung der
Auto Union Ersatzteile GmbH in Ingolstadt war der Unternehmer als erster Geschäftsführer beteiligt. Bruhn erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Verdienste um die deutsche Automobilindustrie, darunter die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen und das Bundesverdienstkreuz. Bruhn starb 1964 in Düsseldorf.