Als einer der bedeutendsten Autodesigner des 20. Jahrhunderts zeichnete Claus Luthe unter anderem für die richtungsweisende Optik der Hersteller
NSU und
BMW verantwortlich. Anfang der 1930er Jahre in Wuppertal geboren, gelangen dem gelernten Karosseriebauer mit den Entwürfen zum
NSU Prinz, zum
NSU Wankel Spider oder zum
NSU Ro 80 wahre Meilensteine der deutschen Automobilgeschichte. Luthe, der die Designabteilung seit 1967 geleitet hatte, wechselte Mitte der 1970er Jahre schließlich zu
BMW, wo er sämtlichen Baureihen einen unverwechselbaren Charakterzug verlieh. Das Ende seiner erfolgreichen Laufbahn wurde allerdings vom gewaltsamen Tod seines drogenabhängigen Sohnes Ulrich überschattet, den Luthe aufgrund eines Streites im Jahre 1990 tötete. Der Designer, dessen Haftstrafe allerdings außer Vollzug gesetzt wurde, verließ
BMW daraufhin und ging in den Ruhestand. Im Jahre 2008 starb Luthe in München.