Das Unternehmen Seat, das seinen Sitz im spanischen Martorell hat, gehört zu den jüngeren Automobilherstellern. Gegründet wurde die „Sociedad Española de Automóviles de Turismo“, woraus sich die Bezeichnung Seat leicht ableiten lässt, im Jahre 1950 – und zwar ursprünglich im nahe gelegenen Barcelona. Drei Jahre später verließ bereits die erste Eigenkreation des Fahrzeugbauers die Produktionshallen: Der Seat 1400, ein Mittelklasse-Modell, dessen einzelne Bauteile aus dem Nachbarland Italien stammten und in Spanien lediglich zusammengesetzt wurden. Seat erweiterte in den folgenden Jahren die Produktpalette und geriet überdies – wohl auch aus Mangel an Konkurrenz – zum Marktführer Spaniens im Bereich des Fahrzeugbaus. Allerdings fertigten die Spanier, die seit Firmengründung mit
Fiat einen Konkurrenten als Anteilseigner hatten, ausschließlich baugleiche Modelle an, etwa den Seat 600, der im Jahre 1957 auf den Markt gebracht wurde. Erst zu Beginn der 1970er Jahre wagte sich Seat auch auf den europäischen Markt, allerdings wiederum ohne eigenständige Modelle. Mitte der 1980er Jahre gingen die Spanier dann erste Kooperationsversuche mit
Volkswagen ein, was schließlich in einer Mehrheitsbeteiligung der Wolfsburger an Seat führte. Zeitgleich mit der Loslösung von
Fiat konnten Modelle wie der Seat Ibiza oder der Seat 1200 auch über die spanischen Grenzen hinaus mehr oder weniger große Erfolge auf dem europäischen Markt feiern; überdies beteiligte sich Seat auch am internationalen Motorsport-Geschehen – ein Engagement, das noch viele Jahre andauern sollte. In der jüngsten Vergangenheit konnte Seat seine Produktpalette um einige Modelle erweitern. So stehen den Kunden heute unter anderem der neue Ibiza, der León, der Exeo, der Alteo und der Kompaktvan Alhambra zur Verfügung – das baugleiche Modell zum
VW Sharan.
Näheres zu Seat findest du unter
Seat.