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Hinten knackig, vorne lang gestreckt: Mit seinem unverkennbaren Design avancierte der Jaguar E-Type 1961 zum Star auf dem Genfer Autosalon. (Bild: Jaguar/dpa/tmn)
Hinten knackig, vorne lang gestreckt: Mit seinem unverkennbaren Design avancierte der Jaguar E-Type 1961 zum Star auf dem Genfer Autosalon. (Bild: Jaguar/dpa/tmn)
geschrieben von news - 01.03.2011, 09:37 Uhr Kategorie: News-Eintrag

Ikone von der Insel: 50 Jahre Jaguar E-Type

Ikone von der Insel: 50 Jahre Jaguar E-Type www.autolino.de'; 1 0,0 5

Berlin (dpa/tmn) - Er war die Ikone einer ganzen Generation und galt Jahrzehnte als der Sportwagen schlechthin: der Jaguar E-Type. Vor einem halben Jahrhundert gab der britische Sportwagen seinen Einstand - mit einer aufsehenerregenden Premiere auf dem Genfer Autosalon.


Es war ein PR-Coup erster Güte: Mit quietschenden Reifen und heißem Motor kam Norman Dewis am 15. März 1961 gerade noch rechtzeitig in Genf an. Wichtiger als der britische Testfahrer war allerdings sein Auto. Denn der Wagen, mit dem der Jaguar-Werkspilot aus Coventry durch die Nacht in die Schweiz gejagt war, wurde - frisch aufpoliert und hübsch im Scheinwerferlicht inszeniert - zum Star des Autosalons. Und danach für viele Jahrzehnte zu einer Ikone unter den Sportwagen. Vor genau 50 Jahren debütierte der Jaguar E-Type in Genf.

Feierstimmung in der Fertigungshalle

Feierstimmung in der Fertigungshalle: Statt der anfangs geplanten 1000 Exemplare liefen bei Jaguar in 14 Jahren 72 529 E-Type vom Band. (Bild: Jaguar/dpa/tmn)

Was aussah wie eine Premiere auf den letzten Drücker, war allerdings von langer Hand geplant. Denn schon im Dezember 1956 gab Firmenchef Sir William Lyons seinem Designer Malcolm Sayer den Auftrag für einen Nachfolger des alternden XK. Im Jahr darauf begannen die Testfahrten, und bereits 1958 kristallisierte sich die endgültige Form heraus. Um sicher zu sein, dass sie tatsächlich die geplanten 1000 Autos verkaufen konnten, wurde die Neugier schon im Sommer vor der Premiere mit gezielten Indiskretionen angestachelt.

So gut wie serienreif

So gut wie serienreif: Dieser Prototyp von 1960 zeigt den E-Type in einem Entwicklungsstadium kurz vor dem Produktionsstart. (Bild: Jaguar/dpa/tmn)

Der Plan der Briten ging auf: Die Reaktionen auf den 4,46 Meter langen, aber nur 1,22 Meter flachen Sportwagen mit der schier endlos langen Motorhaube, den breit ausgestellten Kotflügeln und der knackigen Kehrseite waren so überwältigend, dass 1000 Exemplare bei weitem nicht reichten. Selbst Konkurrenten wie Enzo Ferrari lobten die Ikone von der Insel öffentlich als «schönstes Auto der Welt». Bis der E-Type 14 Jahre nach seinem Einstand der Ölkrise zum Opfer fiel, liefen insgesamt 72 529 Fahrzeuge vom Band. Seitdem steht der Klassiker nicht nur in vielen privaten Sammlungen, ist Stammgast bei Klassik-Rennen und Traum vieler Sonntagsfahrer. Als eines von ganz wenigen Fahrzeuge hat er sogar einen Platz im Museum of Modern Art in New York.

Zeitlose Eleganz

Zeitlose Eleganz: Selbst Jaguar-Konkurrent Enzo Ferrari bezeichnete den E-Type als «schönstes Auto der Welt». (Bild: Jaguar/dpa/tmn)

Der Erfolg des E-Type fußt nicht allein auf dem verführerischen Design, sondern auch auf seinem Preis. Das Coupé kostete in Deutschland anfangs 26 000 Mark, der Roadster war 1000 Mark günstiger. Damals viel Geld für einen knappen Zweisitzer, aber gemessen an Konkurrenten wie dem Ferrari 250 GT oder dem Aston Martin DB4 ein Schnäppchen. Da nahmen die Kunden gerne auch ein paar Mängel bei Verarbeitung und Zuverlässigkeit in Kauf. Zumal ein Lamborghini oder ein De Tomaso zu dieser Zeit kaum besser waren und der Porsche 911 oder Mercedes SL noch nicht so recht zu den Supersportwagen gezählt wurden.

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