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«Der Dicke» macht selten Ärger: Mit «relativ wenig Pannen» führt der Chrysler 300C in der Statistik ein unauffälliges Dasein. (Bild: Chrysler/dpa/tmn)
«Der Dicke» macht selten Ärger: Mit «relativ wenig Pannen» führt der Chrysler 300C in der Statistik ein unauffälliges Dasein. (Bild: Chrysler/dpa/tmn)
geschrieben von news - 29.04.2011, 10:20 Uhr Kategorie: News-Eintrag

Zuverlässiger «Dicker»: der Chrysler 300

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Berlin (dpa/tmn) - Mittlerweile gibt es in Europa mit Ausnahme Großbritanniens keine Chrysler-Neufahrzeuge mehr zu kaufen. Wer einen Chrysler möchte, muss sich also einen Gebrauchten anschaffen. Beispielsweise den 300C. Der hat laut ADAC «relativ wenig Pannen».


Modelle des US-amerikanischen Herstellers werden nach der Übernahme durch den Fiat-Konzern an den europäischen Geschmack angepasst und nur noch mit italienischem Emblem vom Händlerhof rollen. Dazu zählt ab Oktober das Modell Thema der Fiat-Tochter Lancia, das technisch auf dem neuen Chrysler 300 basiert. Wer das Chrysler-Logo auf der Haube möchte, greift also zum Gebrauchten. Die Auswahl ist in Deutschland allerdings nicht besonders groß: In den Anfangsjahren wurde der Chrysler 300C hierzulande jeweils nur rund 2500 Mal zugelassen.

Wer einen 300er ergattert, bekommt laut dem ADAC ein Auto, das vergleichsweise selten liegenbleibt. «Relativ wenig Pannen» registrierte der Automobilclub in seiner Statistik. Am häufigsten mussten die Helfer wegen defekter Kurbelwellensensoren von Dieselmodellen des Baujahrs 2006 ausrücken. Ab dem dritten Betriebsjahr kommt es laut ADAC vermehrt zu Batteriedefekten.

«Der Dicke», wie Liebhaber den Chrysler 300 wegen seines bulligen Designs mit der hohen Fensterlinie nennen, kam 2004 auf den Markt. In Deutschland waren ausschließlich die über dem Basismodell angesiedelte Ausstattungsvariante C und recht überdimensionierte Motoren verfügbar. Ein erstes Zugeständnis an den europäischen Geschmack machte der Hersteller mit der Einführung eines V6-Diesels 2005. Vor allem als Alternative zu deutschen Limousinen der oberen Mittelklasse verstand sich einst der 300C. Zwar blieb die Verarbeitungsqualität unter den Standards deutscher Autobauer wie BMW oder Mercedes, dafür waren die Neupreise deutlich niedriger. 2010 wurde die Produktion der ersten Generation eingestellt.

Typisch amerikanisch - dieses Attribut trifft beim Chrysler 300C mit Blick auf die Motorisierung voll zu. Denn für den Antrieb sorgen ausschließlich Sechs- und Achtzylinder, die je nach Baujahr zwischen 142 kW/193 PS und 317 kW/430 PS leisten. Der einzige Diesel entwickelt 160 kW/218 PS.

Ein gebrauchter 300C 2.7 Automatik von 2006 mit 142 kW/193 PS kostet laut der Schwacke-Liste derzeit rund 12 550 Euro. Für einen Kombi, den Touring aus dem gleichen Jahr, müssen etwa 2500 Euro mehr investiert werden. Für einen 300C Touring 3.0 CRD DPF Automatik mit 160 kW/218 PS von 2009 sind noch rund 25 000 Euro fällig.


Dieser Magazinbeitrag ist dem Hersteller Chrysler zugeordnet.

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