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Paradebeispiel für den grimmigen Blick: Die BMW-Studie i8 ist derzeit neben dem i3 der Stolz der Münchener auf der IAA in Frankfurt. (Bild: Walter/dpa/tmn)
Paradebeispiel für den grimmigen Blick: Die BMW-Studie i8 ist derzeit neben dem i3 der Stolz der Münchener auf der IAA in Frankfurt. (Bild: Walter/dpa/tmn)
geschrieben von news - 16.09.2011, 09:12 Uhr Kategorie: News-Eintrag

Der böse Blick wird schick: Frontdesign von Autos

Der böse Blick wird schick: Frontdesign von Autos www.autolino.de'; 1 5,0 5

Frankfurt/Main (dpa/tmn) -Viele Serienmodelle und Konzeptfahrzeuge auf der IAA haben eins gemein: extrem schmale Scheinwerfer. Das lässt die Leuchten wie zusammengekniffene Augen wirken und sorgt für einen bösen Auto-Blick. Ein Münchner Professor findet das beängstigend.


Die Scheinwerfer links und rechts wirken wie Augen, dazwischen das Markenemblem wie eine Nase, und der Kühler könnte der Mund sein. Man braucht nicht viel Fantasie, um in der Front von Autos Gesichter zu sehen. Und die verfinstern sich zusehends. Wer den neuen Serienmodellen und insbesondere den automobilen Visionen auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (15. bis 25. September) tief in die Leuchten schaut, stellt schnell fest: Der böse Blick wird schick.

In erster Linie sei das der vergleichsweise neuen technischen Möglichkeit geschuldet, komplette Scheinwerfer mit winzigen LED-Dioden zum Leuchten zu bringen, erklärt Steffen Pietzonka vom Autozulieferer und Lichtspezialisten Hella. BMW zeigt auf der IAA erste Laser-Dioden, die sogar noch 100 Mal kleiner als die nur einen Millimeter großen LEDs von heute sind. Wo einst Glasbirnen in großen Scheinwerfergehäusen glühten, bleiben immer häufiger nur noch grell leuchtende LED-Schlitze. Die erinnern an zusammengekniffene Augen, wodurch der Eindruck eines grimmigen Blicks entsteht.

Der böse Blick

Schmal, schmaler, Evos-Scheinwerfer: Bei Fords Messestudie laufen die Leuchtschlitze nach innen spitz zu. (Bild: Walter/dpa/tmn)

Paradebeispiele für finstere Autogesichter sind die Studien Ford Evos, BMW i8 oder Mercedes Concept A. Beim Evos sind die Scheinwerfer besonders schmal, dazwischen prangt ein riesiger Kühlergrill wie ein aufgerissenes Fischmaul. Dass die Leuchtschlitze leicht schräg in die Karosserie integriert sind und nach innen spitz zulaufen, verstärkt beim Betrachter das Gefühl, dass der Evos eher ein angriffslustiger Blechkamerad ist. In Zukunft könnte dieser Blick bei Ford Standard werden: Das Konzept legt «die Kernelemente der neuen Design-Sprache für die nächsten Modellgenerationen der Marke fest», erklärt Exterieur-Chefdesigner Stefan Lamm.

Der böse Blick

Mercedes Concept A: Wie schon bei manchem historischen Automodell liegt der Vergleich mit einem geöffneten Fischmaul nicht fern. (Bild: Walter/dpa/tmn)

Die Designer von Renault und Citroën haben sogar jenen Studien finstere Minen aufgesetzt, die von der Idee her in Zukunft als Familienautos vorstellbar wären. Wobei der Kleinbus Citroën Tubik in der Frontansicht garstiger wirkt als der Hochdachkombi Renault Frendzy, weil er die schmaleren Scheinwerfer hat - und das größere (Kühler-)Maul.

Der böse Blick

Aggressiv finden die meisten Autohersteller das Frontdesign ihrer Erzeugnisse nicht. Nach BMW-Lesart kneift der neue 1er eher «frech die Augen zusammen.» (Bild: Walter/dpa/tmn)

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