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Traute Zweisamkeit unter der Haube: Im Elektroauto Opel Ampera sitzt neben dem E-Motor ein Benziner zur Verlängerung der Reichweite, der Range Extender genannt wird. (Bild: Opel)
Traute Zweisamkeit unter der Haube: Im Elektroauto Opel Ampera sitzt neben dem E-Motor ein Benziner zur Verlängerung der Reichweite, der Range Extender genannt wird. (Bild: Opel)
geschrieben von news - 21.10.2011, 09:10 Uhr Kategorie: News-Eintrag

Kanister fürs Elektrozeitalter: Der Range Extender

Kanister fürs Elektrozeitalter: Der Range Extender www.autolino.de'; 1 0,0 5

Rüsselsheim (dpa/tmn) - Sie sind sauber und leise. Doch neben hohen Preisen haben Elektroautos ein Problem: die beschränkte Reichweite. Wenn der Akku leer ist, springt in manchem E-Fahrzeug deshalb noch ein Benzinmotor an: der Range Extender. Er sorgt für frischen Strom.


Wie weit kommt ein Auto? Diese Frage rückt zu Beginn des Elektrozeitalters immer stärker ins Bewusstsein. Denn die Akkukapazitäten der bislang erhältlichen E-Fahrzeuge reichen selten für mehr als 150 Kilometer. Da hilft das Ladekabel im Kofferraum nur, wenn ein mehrstündiger Stopp eingelegt werden kann - denn so lange dauert es in der Regel, die Akkus wieder «aufzutanken».

Neue Mercedes B-Klasse

E-Auto mit Benzinmotor: Die elektrische Variante der kommenden B-Klasse-Generation von Mercedes wird voraussichtlich ab 2014 mit einem Range Extender angeboten. (Bild: Daimler)

«Die beschränkte Reichweite ist neben dem Preis einer der größten Hinderungsgründe für den Siegeszug des Elektrofahrzeugs», sagt Nick Margetts vom Analyseinstitut Jato Dynamics. Viele Entwickler sehen das ähnlich. Zwar verweisen sie wie Opel-Manager Enno Fuchs auf die Statistik: Zum Beispiel führen 80 Prozent der Deutschen weniger als 50 Kilometer pro Tag: «Diese Entfernung ließe sich problemlos elektrisch bewältigen.» Doch für viele Autofahrer ist das offenbar nicht sehr beruhigend. Also setzen die Hersteller auf sogenannte Range Extender. Das sind kleine Benzin- oder Dieselmotoren, mit denen sie die Reichweite der strombetriebenen Autos verlängern wollen.

Audi A1 e-tron

Nur im Flottentest: Audi A1 e-tron. Gehen die Akkus des Batteriefahrzeugs zur Neige, springt ein Wankelmotor an, der die Reichweite von 50 auf etwa 250 Kilometer erweitert. (Bild: Audi)

Diese Hilfsmotoren treiben in den allermeisten Fällen nicht die Räder, sondern einen Generator an. Dieser erzeugt während der Fahrt Strom für die E-Maschine. Gestartet wird der Verbrenner allerdings nur, wenn der Strom tatsächlich zur Neige geht. «So wird der Verbrenner zu einer Art Reservekanister des Elektroautos», sagt Ulrich Kranz, der die Entwicklung des BMW i3 verantwortet.

BMW i3

Premiere in München: Der i3 ist das erste Elektroauto von BMW. Optional soll es auch mit einem Range Extender angeboten werden, um seinen Aktionsradius zu vergrößern. (Bild: BMW)

Die ersten Autos mit dieser Technik kommen in diesen Wochen in den Handel, so der Opel Ampera und der baugleiche Chevrolet Volt. Sie nutzen einen 1,4 Liter großen Vierzylinder mit 63 kW/86 PS. Er springt an, wenn die Akkus nach bis zu 80 Kilometern zur Neige gehen, und läuft auf konstanter Drehzahl in einem verbrauchsoptierten Betriebsbereich. «So kommen wir auf eine Gesamtreichweite von über 500 Kilometern», erläutert Fuchs. Rechnerisch ist der Verbrauch des Antriebs, der nur in Ausnahmen, etwa bei Vollgas, direkt auf die Räder wirkt, minimal: Wenn die Akkus leer sind, verbraucht der Verbrenner auf der dann an 100 Kilometer fehlenden Strecke im Prüfzyklus rund 1,6 Liter (CO2-Ausstoß: 40 g/km).

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